Gruppe SPUR 1958-1965
Lothar Fischer, Heimrad Prem, Helmut Sturm, HP Zimmer
Eine Dokumentation
Herausgegeben von der Galerie van de Loo, München 1988 (2. Aufl.)
219 Seiten, Format 24 x 24,5 cm, 16 farbige und zahlreichen SW-Abbildungen
Mit einem Vorwort von Otto van de Loo und Beiträgen von C. Caspari, Veit
Loers und Hans M. Bachmayer und Jorgen Nash.
1958 gründen die Maler Heimrad Prem, Helmut Sturm, HP Zimmer und
der Bildhauer Lothar Fischer in München die Künstlergruppe SPUR,
eine der bedeutendsten Künstlergruppen nach dem Zweiten Weltkrieg. Durch
die Verbreitung von Flugblättern, Manifesten und die Herausgabe ihrer
7 SPUR-Zeitschriften ließen diese unangepaßten, gesellschaftskritischen
und provokanten Künstler Staat und Kirche in Bayern heftig reagieren.
In den SPUR-Prozessen wurde die Gruppe SPUR der Verbreitung unzüchtiger
Schriften und der Religionsbeschimpfung angeklagt. Ende der 50er Jahre, an
der Schwelle zwischen Informel und neuer Figuration stehend, finden diese
Künstler zu einer neuen, "verbindlicheren Formensprache". 1965
löst sich die Künstlergruppe SPUR in ihrer ursprünglichen Form
allmählich auf.
Ein an Dokumenten, Flugblättern, Gutachten zu den SPUR-Prozeßen,
Gesprächsaufzeichnungen der Künstler, Zeitungskritiken und historischem
Material unendlichen reiches Buch, das für jeden Leser, Sammler und Historiker,
der sich mit der Kunst der 60er Jahre befaßt, von außerordentlichem
Interesse sein wird.
Euro 30,-
Texte zur Kunst 1957-1982
25 Jahre Galerie van de Loo
Herausgegeben anläßlich der Ausstellung "Schnittpunkt München"
in der Galerie der Künstler, München 1982
Reihe Texte zur Kunst Band 1, 269 Seiten, einige SW-Abbildungen
Mit Beiträgen von Hans Matthäus Bachmayer, Christoph Caspari, Emil
Cimiotti, Helmut Heissenbüttel, Werner Hofmann, Asger Jorn, Florian Köhler,
Kollektiv Herzogstraße, Otto van de Loo, George Mathieu, Heino Naujoks,
Hermann Nitsch, Hans Platschek, Heimrad Prem, Arnulf Rainer, Martin Reuter,
Helmut Rieger, Antonio Saura, Karl Schawelka, Doris Schmidt, KRH Sonderborg,
Antoni Tàpies, HP Zimmer.
(vergriffen)
Engagement und Distanz,
Aspekte einer Sammlung (Band I)
Herausgegeben von Otto van de Loo, bearbeitet von Andreas Neufert
272 Seiten, 156 farbige Abbildungen
Mit Essays, Biographien und Literaturangaben zu folgenden Künstlern:
P. Alechinsky, K. Appel, H. M. Bachmayer, D. Bartscht, G. Brus, M. Cahn, E.
Cimiotti, Constant, G. Damisch, J. Dubuffet, L. Fischer, P. Gallizio, R. d'Haese,
O.H. Hajek, F. Hitzler, A. Jorn, A. Kremer, Maryan, H. Michaux, M. Neumann,
K.H. Pedersen, H. Platschek, H. Prem, A. Rainer, A. Saura, K. Schleinkofer,
E. Schumacher, K.R.H. Sonderborg, H. Sturm, A. Tàpies, W. Vostell,
Wols, M. Wyckaert und HP Zimmer.
Bild und Reflexion
(Band II)
Herausgegeben von Hans Matthäus Bachmayer, Edition Galerie van de Loo,
München 1992
212 Seiten, Hardcover im Schuber, 70 kleine SW-Abbildungen
Mit Beiträgen von Pamela Axmann, Hans Matthäus Bachmayer, Marc Le
Bot, Thomas Hölscher, Dietmar Kamper, Andreas Kühne, Hans Platschek
und Florian Rötzer.
beide Bände
Euro 22,-
Gruppe SPUR 1958-1965
Lothar Fischer, Helmut Sturm, Heimrad Prem, HP Zimmer
Herausgegeben von Veit Loers, Regensburg 1986
Ausst. Kat. Regensburg (Städt. Galerie) 1986
176 Seiten, Format 27 x 21 cm, 65 farbige und zahlreiche SW-Abbildungen
ISBN 3-925753-03-6
Euro 15,-
Roberto Ohrt
Phantom Avantgarde
Eine Geschichte der Situationistischen Internationale und der modernen Kunst
Galerie van de Loo/Edition Nautilus, Hamburg 1990
333 Seiten, Format 26 x 21 cm, 14 farbige und zahlreiche SW-Abbildungen, ISBN
3-89401-168-8
Der Situationistischen Internationale, der u.a. Guy Debord, Constant, Pinot
Gallizio, Asger Jorn, Hans Platschek, Uwe Lausen, Heimrad Prem, Helmut Sturm,
Maurice Wyckaert und HP Zimmer angehörten, ging es maßgeblich
um die Suche nach theoretischen und praktischen Möglichkeiten zur Revolutionierung
des Alltagslebens und der Stadtplanung. Durch das Konstruieren von Situationen
und die Technik des Umherschweifens in Stadträumen wollte der Wortführer
der Situationisten, Guy Debord, mit Hilfe der Organistaion der S.I. neue Kunst-
und Lebensformen finden. Somit projizierten die Situationisten eine Stadt,
die den Menschen aus seiner Passivität herauslocken sollte. Gefordert
wurde aber auch ein Leben ohne Arbeit und Leerlauf. Auf der Suche nach einer
neuen experimentellen Kunst verlor schließlich das Tafelbild zunehmend
seine Berechtigung. Als Debord 1962 ein Malverbot für die Künstler
unter den Situationisten abverlangte, führte dies unweigerlich zum Massenausschluß
zahlreicher Mitglieder. 1972 entschließt
sich Guy Debord das Projekt zu beenden, da die Organisation nur noch von ihm
und zwei Freunden getragen wird.
Roberto Ohrt promovierte 1988 an dem kunstgeschichtlichen Seminar der Universität
Hamburg über das Thema "Kunst, Situation, Aktion - eine kritische
Chronologie der Internationale Situationniste von 1957-1962". 1989 überarbeitet
er das Manuskript und 1990 erschien dieses Standardwerk über die "Situationisten
Internationale".
Euro 45,-