Hans Platschek  

1923
in Berlin geboren. 1938 Internatsaufenthalt in Italien. 1939 geht die Familie ins Exil nach Südamerika. Platschek beginnt das Studium an der Kunsthochschule in Montevideo. Er zeichnet antifaschistische Karikaturen für das Massenblatt "La Línea Maginot". Bis 1953 lebt Platschek in Montevideo und Buenos Aires und bereist zahlreiche Länder Südamerikas. Bis 1943 gehört Platschek dem Vorstand des Verbandes der Kunststudenten Uruguays (FEPU) an. 1948 erste Einzelausstellung in Montevideo. 1949 - 1952 Platschek ist Mitbegründer eines Instituts für moderne Kunst und Mitherausgeber der Kulturzeitschrift "Clima". 1951 Vorlesungen an der Universität Santiago de Chile. Ausstellung in Buenos Aires. 1953 Rückkehr nach Deutschland. Reisen in Westeuropa. Ausstellung im Frankfurter Kunstkabinett, Frankfurt am Main. Platschek lernt in Paris Max Ernst, Raoul Hausmann, Tristan Tzara, Hans Arp und Asger Jorn kennen. 1955 Ausstellung im Märkischen Museum Witten; Übersiedlung nach München, wo er bis 1963 lebt. 1956 gibt er den Band "Dichtung moderner Maler" heraus. 1957 Erste Ausstellung in der Galerie van de Loo, München. 1958 Teilnahme an der XXIV. Biennale Venedig; Platschek verfaßt gemeinsam mit Jorn ein Flugblatt für die "Situationistische Internationale". 1959 Teilnahme an der II. documenta. 1959 und 1960 Ausstellungen in der Galerie van de Loo, München (von da an regelmäßige Ausstellungen in der Galerie). Bis 1961 ist Platschek Mitherausgeber der Kunstzeitschrift "blätter + bilder". Veröffentlichung des Buches "Neue Figurationen. Aus der Werkstatt der heutigen Malerei". Auf der 5. Biennale in São Paulo bekommt er den Preis "Ardea" verliehen. 1960 Förderpreis der Stadt München. 1963 Gastdozentur an der Hochschule für Gestaltung in Ulm. Übersiedlung nach Rom. 1962 Publikation "Bilder als Fragezeichen. Versuche zur modernen Malerei". 1964 Gast und Referent des XIII. Convegno Internationale in Rimini. Übersiedlung nach London. 1970 reist Platschek über Tanger, Spanien, Paris und Amsterdam nach Hamburg, wo er bis zu seinem Tode lebt. 1971 - 1978 Aufenthalte in New York, Caracas und Paris. 1981 erscheint Platscheks Buch "Porträts mit Rahmen. Picasso, Magritte, Grosz, Klee, Dali und andere"; Wanderausstellung in Dänemark. 1982 - 1984 Aufenthalt in Madrid. Platschek organisiert eine Plakatserie "Künstler für den Frieden". 1984 veröffentlicht er sein Buch "Über die Dummheit in der Malerei". 1985 - 1987 Gespräch am runden Tisch mit Konrad Klapheck, Markus Lüpertz, Werner Schmalenbach, Jean Baudrillard, György Ligeti und Helmut Heissenbüttel. 1988 Platschek ist Ehrengast der Villa Massimo, Rom; Reisen in Westeuropa. Retrospektive in der Kunsthalle zu Kiel. 1989 Reisen in Nord- und Südamerika. Seit 1990 zahlreiche Beiträge in Presse, Rundfunk und Fernsehen. 1993 längerer Arbeitsaufenthalt in Montevideo; Ausstellungen in München, Wien, Stuttgart und Berlin. Platscheks Buch "Fetzen. 109 Aufzeichnungen zur Kunst"; zwei Jahre später publiziert er sein Buch "In Lebensgröße, Fragen an elf Maler" und einen Essay über Charles Baudelaire. 1997 - 1998 Gastprofessur an der Gesamthochschule Kassel. 1998 Ausstellungen in Hamburg, München, Berlin. 1999 organsisiert die Kunsthalle in Emden eine Retrospektive zum Werk des Künstlers.1989 Einzelausstellungen anlässlich des 75. Geburtstags in der Galerie Gabriele von Loeper, Hamburg und Galerie van de Loo 1999. 2000 Platschek stirbt in Hamburg.