Uwe Lausen

1941 in Stuttgart geboren. Nähert sich bereits während seiner Schulzeit autodidaktisch der Kunst und schafft beachtlich gut durchkomponierte Aquarelle und Holzschnitte. 1960 beginnt er nach hervorragendem Abitur Jura- und Philosophie in Tübingen zu studieren. 1961 Aufgabe des Studiums zugunsten künstlerischer Aktivitäten. Er zieht als Neunzehnjähriger nach München und gibt mit Frank Böckelmann die Zeitschrift „Ludus“ heraus.
1961 Kontakt zur Gruppe SPUR und den Situationisten. Dreiwöchiger Arrest wegen gotteslästerlicher und pornographischer Äußerungen in der Zeitschrift der Gruppe „Spur“. Er ist stark von der Malerei De Koonings, Asger Jorn und den Künstlern der Gruppe SPUR beeinflusst. Freundschaft mit dem Maler Hans Peter Zimmer und den Galeristen Franz Dahlem und Ernst Kirchhoff, der ihm seine Kellerräume als Atelier überlässt. 1962 Ausstellung in der Galerie Rudolf Springer, Berlin. Heirat mit Uta Stolz, Fotografin. Zeichnungen, Kurzgeschichten und Gedichte für die Zeitschrift „Ludus“, Comics für die von Klaus Lea herausgegebene Zeitschrift „Mama“ 1963 Geburt der Tochter Lea.
Ausstellung in der Galerie Märcklin, Stuttgart. Ausstellungen in der Galerie Ernst Kirchhoff / Galerie Casa, München 1964 findet er zu seiner eigenen originären Ausdrucksform. Ausstellung in der Galerie Friedrich & Dahlem, München. Teilnahme an der Ausstellung „Salons Comparaisons“, Musée d’Art Moderne, Paris. Ausstellung im Herbstsalon, Haus der Kunst, München 1965 Ausstellung in der Galerie Margarete Lauter, Mannheim. Beteiligung an der Ausstellung „Neue Malerei“, Lenbachhaus, München 1966 Geburt der Tochter Jana. Ausstellung in der Galerie Friedrich & Dahlem, München (Katalog). Beteiligung an der Ausstellung „Junge Generation“ Berlin / Essen. Ausstellung „Große Münchner Kunstausstellung“. Ausstellung in der Galerie Strecker, Berlin 1967 Ausstellung „Neue Realisten“, Berlin, Braunschweig, Hamburg. Beteiligung an der Ausstellung „Figuration“, Württembergischer Kunstverein, Stuttgart 1968 bezieht er ein gemeinsames Atelier mit Heimrad Prem. Ausstellung in der Galerie Gmurzynska, Köln (Katalog). Ausstellung in der Galerie Stangl, München (Katalog) 1969 Beteiligung an der Ausstellung „Kunst und Kritik“, Wiesbaden / Wuppertal. Bühnenentwurf zu Edward Bonds Theaterstück „Early Morning“, Inszenierung von Peter Stein, Zürich 1969 verlässt Lausen München und geht in die Schweiz. 1970 nimmt sich Uwe Lausen das Leben.